
Nebel über Dornhagen
von Jonas Wetterling
Ein abgeschiedenes Landgut, acht Gäste, ein Todesfall – und ein Ermittler, der lieber zuhört als spricht.
Zusammenfassung
Ein Herbstwochenende auf Gut Dornhagen endet mit dem Tod des Gastgebers. Da der Nebel jede Straße unpassierbar macht, bleibt der pensionierte Kommissar Anselm Reuss mit den Gästen allein und beginnt, die Abende der vergangenen Tage Stunde um Stunde zu rekonstruieren.
Stärken
- Kunstvoll verschachtelte Alibis, die sich Schritt für Schritt entwirren lassen.
- Eine Auflösung, die rückblickend zwingend wirkt.
- Charmant altmodischer Ton ohne museale Staubigkeit.
Schwächen
- Das Figurenensemble ist groß und zu Beginn schwer zu überblicken.
- Das Motiv bleibt etwas schematisch.
Atmosphäre
Behaglich und doch unterschwellig bedrohlich: Kaminfeuer, knarrende Dielen und ein Haus, das mehr zu wissen scheint, als es preisgibt.
Schreibstil
Elegant, ironisch und mit feinem Gespür für Dialoge. Der Erzähler lässt sich Zeit, ohne zu langweilen.
Unser Urteil
Ein handwerklich überzeugender Rätselkrimi im klassischen Geist, der Liebhaberinnen und Liebhaber des Genres sehr zufriedenstellen dürfte.



